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Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen und Arbeitsverhältnisse

Richard Heigl schreibt in der ak vom November zu den Fragen: Was verändern Web 2.0-Technologien in Unternehmen? Können sie alte Hierarchien aufbrechen und emanzipatorische Konfliklinien hervorrufen? Inwieweit stehen mögliche Veränderung im Widerspruch bestehenden Verhältnissen, an denen festgehalten wird: hierarchische Verhältnisse, das Kapitalverhältnis, der Primat von finanziellem Kapital?

Diese Fragen überschneiden sich thematisch mit dem Kommentar, den ich zur Soziokratie geschrieben habe. Zeilen wie diese klingen dann ganz ähnlich wie das, was ich zur Soziokratie geschrieben habe:

Über Web 2.0-Technik können Vergemeinschaftungsprozesse initiiert werden, wobei sich MitarbeiterInnen wieder als Teil des Unternehmens fühlen und die Interessen des privatwirtschaftlichen Unternehmens mit den persönlichen Interessen in eins setzen.

Doch geht der Artikel vor darin über meinen Kommentar hinaus, dass er die Perspektive auf neue Konfliktlinien wirft (nennt sich das eine operaistische Perspektive). Er ist aber auch für die allgemeine Frage danach interessant, ob und wie technische Entwicklungen fortschrittlich sind: nur für die Mehrwertproduktion oder auch für die Lohnabhängigen.

Gedankenfusel zu einem Soziokratie-Video

Mit dem Begriff der Gouvernementalität betont Foucault also zweitens die besondere Machtform Regierung, wie sie in der modernen Gesellschaft ihre Wirkung entfalte. Diese Regierung sei gekennzeichnet durch das Zusammenwirken von äußerer Fremdführung und Disziplinierung einerseits und innerer Selbstführung, Selbstdisziplin und Selbstmanagement der Individuen andererseits.

Ich bin gerade auf ein Video (*klick*) gestoßen worden und dachte mal, dazu ein paar Gedanken hier hinfließen zu lassen. (mehr…)

Wahrnehmung im Wandel

Zu Walter Benjamins Kunstwerkaufsatz

Um die Jahrhundertwende 1900 werden alle gesellschaftlichen Bereiche grundlegend erschüttert und mit ihnen die Vorstellungen davon, was das hier alles, die menschliche Welt, überhaupt bedeutet.
Für die Kunst stellt Walter Benjamin sich diese Frage in einem Text, der vielfältig Anschluss gefunden hat: dem guten alten Kunstwerkaufsatz, dem Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit.

Das Thema meines angehängten Textes ist die Frage danach, wie sich eigentlich die Wahrnehmung infolge der Entwicklung von Fotografie und Film verändert und was das dafür bedeutet, wie die Menschen der Kunst begegnen, ja wie sie überhaupt mit den Dingen ihrer Welt umgehen. Benjamin verbindet mit den technischen Entwicklungen die Möglichkeit eines kritischen, emanzipatorischen Moments. Ob das so hinkommt, ist die Frage an uns. Und ob ich mich ihr in meinem Text gut stelle, sei mal da unten hingestellt.

Hier die PDF: Wahrnehmung im Wandel. Die Wahrnehmung in Walter Benjamins Kunstwerkaufsatz