Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Celikates‘ Bourdieu-Kritik im Gespräch

Im Rahmen des Bildungsstreiks 2009 in Frankfurt am Main wurde ein Gespräch mit Robin Celikates organsiert. Darin stellt er seine damals frisch publizierte Dissertation vor, in der er u. a. eine Form der Herrschaftskritik problematisiert, für die er Bourdieus kritische Soziologie anführt und ausführt. (mehr…)

Überläufer böse?

Soweit ich das sehe, kann ich mich dem Grundsatz der Nächsten- und Feindesliebe anschließen, den Judentum und Christentum anbieten. Ein anderer Punkt, den diese beiden Religionen mit dem Islam (und sicherlich einigen anderen Ideologien, auch säkularen) teilen, irritiert mich aber doch. (mehr…)

Internet in Gefahr?

Es könnte so pauschal formuliert werden: „Das Internet ist in Gefahr“. Interessant wird die Frage aber eigentlich erst, wenn der Fokus darauf gerichtet wird, was da gefährdet wird und wodurch. Spiegel-Online hat eine interessante, bei WIRED geführte Debatte aufgegriffen, die sich damit auseinandersetzt wer künftig, dass Web regiert: das Kapital vs. die User. Statt auf einige andere Sachen, die da auch verzapft werden, will ich aber auf die Fokussierung eines Problems eingehen, die eine größere Gefahr verdeckt. (mehr…)

Über den Kommunismus reden?

Im Gegensatz zur grundsätzlichen Skepsis gegenüber Politischem findet die Skepsis gegenüber Utopismus, Optimismus und Revolutionshoffnungen ihren Verdacht in den regressiven Tendenzen der revolutionären Bewegungen des 20 Jahrhunderts begründet. (Auf deren angemessene Berücksichtung klopft spiegelschrift verschiedene Ansätze ab.)

Aber sollen wir deswegen gar nicht mehr von einer besseren Welt sprechen? Sollten wir ein Bilder- und Redeverbot über Sozialismus, Kommunismus und die Gesellschaft freier ProduzentInnen verhängen? Die revolutionären Hoffnungen wurzeln tatsächlich oft in einem überkommenen politischen Glauben oder in dem tiefen Bedürfnis, sich als besonders wahrhaft und radikal gegen das falsche Ganze zu gerieren.1 Doch muss deswegen nicht alle Rede von einer besseren Welt korrumpiert und unmittelbar zu verwerfen sein. Mit der nötigen, durch Kritik fundierten Vorsicht verhelfen ihr etwa Walter Benjamin, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno zur Sprache. (mehr…)

Die Skepsis gegenüber Ethik und Politik

„‚Ein Tatsachenurteil‘, sagt Russell, einer der objektivistischsten Denker unter den Subjektivisten, ‚ist einer Eigenschaft fähig, die ‚Wahrheit‘ genannt wird, die ihm ganz unabhängig davon, was einer sich dabei denkt, zukommt oder nicht zukommt. … Aber … ich sehe keine der ‚Wahrheit‘ analoge Eigenschaft, die zu einem ethischen Urteil gehört oder nicht gehört. Das, so muß zugegeben werden, ordnet die Ethik einer von der Wissenscahft verschiedenen Kategorie zu.‘“ (Horkheimer: Kritik der instrumentellen Vernunft, Ffm 1967. S. 19.)

Die Zeitschrift „Radical Philosophy was“ – wie auf ihrer Website steht – „founded in 1972 in response to the widely felt discontent with the sterility of academic philosophy at the time (in Britain completely dominated by the narrowest sort of „ordinary language“ philosophy), with the purpose of providing a forum for the theoretical work which was emerging in the wake of the radical movements of the 1960s, in philosophy and other fields.“

Für Manfred Riedel und viele andere wohl auch der Grund für ihre Rehabilitierung der praktischen Philosophie (1972-1974).