Überläufer böse?

Soweit ich das sehe, kann ich mich dem Grundsatz der Nächsten- und Feindesliebe anschließen, den Judentum und Christentum anbieten. Ein anderer Punkt, den diese beiden Religionen mit dem Islam (und sicherlich einigen anderen Ideologien, auch säkularen) teilen, irritiert mich aber doch. Ich bin ja auch dafür, das Böse zu bekämpfen. Aber Leute, die sich von meiner Ideologie abwenden und einer anderen zuwenden, gleich als böse zu begreifen, das halte ich zumindest für einen Kurzschluss.
Die Quelle meines Vertrauens (Wikipedia) legt mir überzeugend dar: Gottes „letzter Wille (Zweites Testament) widerspricht seinem ersten Willen (Erstes Testament) nicht, sondern bestätigt und erneuert ihn für die ganze Welt“. Nun liegt mir aufgrund meines meines Umfelds das Christentum am nächsten. Wie könnte ich also als Christ rechtfertigen, fremdelnde Menschen meines Glaubensbundes nicht als böse zu begreifen (und zu steinigen)? (5. Mose 17,5: „so sollst du den betreffenden Mann oder jene Frau, die etwas so Schlimmes begangen haben, zu deinen Toren hinausführen, den Mann oder die Frau, und sie zu Tode steinigen.“)
- Böse ist doch eigentlich was anderes.