Archiv für Dezember 2009

Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen und Arbeitsverhältnisse

Richard Heigl schreibt in der ak vom November zu den Fragen: Was verändern Web 2.0-Technologien in Unternehmen? Können sie alte Hierarchien aufbrechen und emanzipatorische Konfliklinien hervorrufen? Inwieweit stehen mögliche Veränderung im Widerspruch bestehenden Verhältnissen, an denen festgehalten wird: hierarchische Verhältnisse, das Kapitalverhältnis, der Primat von finanziellem Kapital?

Diese Fragen überschneiden sich thematisch mit dem Kommentar, den ich zur Soziokratie geschrieben habe. Zeilen wie diese klingen dann ganz ähnlich wie das, was ich zur Soziokratie geschrieben habe:

Über Web 2.0-Technik können Vergemeinschaftungsprozesse initiiert werden, wobei sich MitarbeiterInnen wieder als Teil des Unternehmens fühlen und die Interessen des privatwirtschaftlichen Unternehmens mit den persönlichen Interessen in eins setzen.

Doch geht der Artikel vor darin über meinen Kommentar hinaus, dass er die Perspektive auf neue Konfliktlinien wirft (nennt sich das eine operaistische Perspektive). Er ist aber auch für die allgemeine Frage danach interessant, ob und wie technische Entwicklungen fortschrittlich sind: nur für die Mehrwertproduktion oder auch für die Lohnabhängigen.